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MSP.Info ... weil Main und Spessart klasse sind

Kloster Einsiedel / im Wald zwischen Rieneck und Ruppertshütten




Das Kloster Einsiedel, oder auch Kloster Elisabethenzell genannt, ist eine interessante und spannende Ausgrabungsstätte, die im großen Waldgebiet zwischen Rieneck und Ruppertshütten besichtigt werden kann. Auf Anfrage werden auch Führungen angeboten.

Das Archäologische Spessartprojekt e.V., ein gemeinnütziger Verein mit vielen ehrenamtlichen Helfern und einigen festangestellten wissenschaftlichen Mitarbeitern, hat 2011 die Arbeitsgemeinschaft "Kloster Einsiedel" gegründet. Deren Ziel war und ist es, das verschollene Kloster aufzufinden und auszugraben, da oberirdisch keine Hinweise mehr zu erkennen waren.



Da man aus alten Aufzeichnungen um die Bedeutung der Klosteranlage und deren ungefähre Lage wusste, konnte man nach ersten Bodenradar-Untersuchungen 2012 mit den Ausgrabungen beginnen, die vorläufig bis Ende 2015 abgeschlossen werden. In dieser Zeit wurden auf dem Gelände sensationelle Funde von über 800 Artefakten und viele noch sehr gut erhaltene Skelette ausgegraben, die den Wissenschaftlern wertvolle Hinweise über das Leben und die Ereignisse der damaligen Zeit geben.

Das Kloster wurde Anfang des 13. Jahrhunderts von Adelheid, der Witwe Graf Gerhards IV. von Rieneck, als Stiftung für ihr Seelenheil gegründet und der Heiligen Elisabeth von Thüringen geweiht. Nahe der Alten Birkenhainer Landstraße gelegen, dem damals bedeutenden Handelsweg durch den Spessart, der von Mainz über Hanau nach Würzburg und Bamberg führte, hatte das Kloster offenbar einige hochrangige Besucher und war neben Kloster auch ein Rastpunkt bei der gefährlichen Spessartdurchquerung.



Nach einer bewegten Geschichte verlieren sich ab dem 16. Jahrhundert die Spuren des Klosters und die Anlage gerät in Vergessenheit. Nicht bestätigt hat sich die bisher gehegte Vermutung, dass das Kloster während des 30-jährigen Krieges zerstört wurde.

Um das Kloster ranken sich viele alte Sagen und Geschichten. So soll die Klosterglocke als "Irrglocke" verirrten Wanderern im Spessart den richtigen Weg gewiesen haben und eine andere Geschichte erzählt, dass auf dem später verfallenen Klostergelände gar Hexen ihr Unwesen getrieben haben.




Tatsächlich wurde Einsiedel in der Zeit um 1600 als "fränkischer Blocksberg" angesehen und in dieser unseligen Zeit erzählte man sich, dass dort in der Walpurgisnacht Hexen und Teufel getanzt haben. In der Folge wurden nicht wenige Frauen aus Rieneck und aus der Umgebung als Hexen verbrannt, nachdem sie unter Folter ihr ihnen zur Last gelegtes Tun gestanden haben.

Die bei den Ausgrabungen gefundenen Artefakte werden z.Zt. restauriert und sind zum Großteil dann in Ausstellungen und Museen der näheren Umgebung zu besichtigen.








Weitere Infos erhalten Sie auf:

www.spessartprojekt.de





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